Licht

Die richtige Lampe ist eine der wichtigsten Komponenten in der Indoor-Pflanzenzucht. Ohne läuft sprichwörtlich nichts! Ob das Licht von LEDs (z.B. BloomStar oder SANlight) oder Hochdrucklampen (z.B. Osram und Philips) kommt, ist stark von den Einsatzbedingungen, bzw. persönlichen Vorlieben (oder auch dem Geldbeutel...) abhängig. Fakt ist, dass LEDs natürlich deutlich effizienter sind und auch weniger Abwärme erzeugen, als die herkömmlichen Hochdrucklampen. Sobald die Anschaffungskosten oder eine zu niedrige Temperatur als Argumente ins Spiel kommen, punkten die Hochdrucklampen aber immer noch und werden daher auch noch oft verwendet.

Komplettarmaturen

Steckerfertige Armaturen. Plug and Grow.

Lampensteuerung

Von der Zeitschaltuhr bis zur Timerbox mit Relais. Sollen...

Lichtaufhängung

Für die Aufhängung von Reflektoren bieten sich mehrere...

Beleuchtungssets

Passende Sets aus Leuchtmittel, digitalem VSG und Reflektor

Leuchtmittel

HPS und MH Leuchtmittel mit E40 oder DE Sockel. Bei den...

Reflektoren

Die Halterung der Hochdrucklampe. Das Licht eines...

Vorschaltgeräte

Unabdingbar für HPS und MH Leuchtmittel....

Kabel und Stecker

Hier gibt es das Elektromaterial, mit dem der Fachmann die...

Fassungen

Für die unterschiedlichen Leuchtmittel gibt es verschiedene...

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Wozu künstliche Beleuchtung mit einer Growlampe?

Bei der Frage wie man richtig growt, rückt schnell die Beleuchtung in den Fokus. Draußen sorgt die Sonne in der warmen Jahreszeit für genug Licht und Wärme. Spätestens im Winter stellt sich die Frage, wie am Besten vorzugehen ist, wenn die Pflanzen auch zu dieser Jahreszeit blühen sollen. Die Auswahl an für einen Grow geeigneten Leuchtmitteln hat sich in den letzten Jahren stark erweitert, bis zu einem Punkt, an dem ohne Fachwissen nur schwer weiterkommt. Die klimatischen Bedingungen der genutzten Räumlichkeiten unterscheiden sich, ganz abgesehen davon, ob in einem Growzelt, oder isolierten Raum gearbeitet wird. Lichtstarke Hochdruckleuchtmittel, wie Metallhalogen und Natriumdampf, erzeugen erhebliche Abwärme, die in den seltensten Fällen ignoriert werden kann. Über eine Abluftanlage mit Aktivkohlefilter wird diese abtransportiert. Je nach Größe und Produkt erzeugen diese Anlagen Lärm, der eine Verwendung in Wohnräumen unmöglich machen kann. Hier punkten LED-Grow Panels, da diese von vornherein bedeutend weniger Hitze produzieren und somit auch weniger Abluft benötigen.

Ohne das richtige Licht können Pflanzen keine Photosynthese betreiben, welche die Energieversorgung der Pflanzen sicherstellt. Hierbei muss zunächst erwähnt werden, dass Pflanzen auf Lichtspektren reagieren, die wir Menschen mit dem Auge gar nicht wahrnehmen können. Neben dem für uns sichtbaren Spektralbereich benötigt die Pflanze außerdem noch die angrenzenden UV- und IR-Bereiche (Ultraviolett und Infrarot). Eine Indoor Beleuchtung sollte diesen sogenannten PAR-Bereich abdecken können. Hierzu sollte übrigens gesagt sein, dass das Sonnenlicht nicht die optimale Zusammensetzung für Pflanzen hat: Ein großer Teil des Lichtes wird entweder gar nicht aufgenommen oder reflektiert. Eine moderne Pflanzenbeleuchtung hat also im besten Fall sogar ein effizienteres Spektrum als die Sonne selbst. Glücklicherweise gibt es jedes Jahr neue technische Errungenschaften, die sowohl neue LED-Chips ermöglichen als auch die Kosten für deren Produktion immer weiter senken.

In der Umgebung stellt die Sonne sicher, dass Pflanzen die richtige Menge Licht bekommen. In einer Growbox kann diese durch verschiedene Systeme nachgeahmt werden. Die wichtigsten wären:

  • Hochdruckleuchtmittel (MH und NDL)
  • CFL-/Leuchtstoffröhren
  • LED
  • Plasmalampen

Die Hochdruckleuchtmittel sind wohl die in der Pflanzenzucht am Längsten eingesetzten künstlichen Lichtquellen. Leider werden sie im Betrieb sehr heiß und benötigen zum Betrieb ein sogenanntes Vorschaltgerät (VSG), dass einerseits die Hochspannung zu Zündung der Leuchtmittel zu Verfügung stellt, andererseits den normalen Betriebsstrom. MH (Metallhalogen) Varianten erzeugen ein weißes Licht, welches die Pflanzen im Wachstum unterstützt, NDL (Natriumdampf) eignet sich wegen des orange/roten Lichts bevorzugt zur Blüte und Fruchtbildung.

Leuchtstoffröhren und Kompaktleuchtstofflampen (CFL) werden in geeigneten Armaturen betrieben, bzw. haben die Startelektronik in ihrem Sockel (meist E27) verbaut. Auch heutzutage können sie noch sinnvoll in der Aufzucht (Sämlinge, Stecklinge und Wachstum) verwendet werden. Dazu bietet sich die Farbvariante kaltweiß an, deren Farbtemperatur 6500K (Kelvin) beträgt. Im Vergleich zu LEDs hinkt die Effizienz jedoch so stark hinterher, dass wir Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen aus dem Angebot genommen haben.

LEDs sind, auch wenn sie sich zu Signalzwecken schon lange im Einsatz befinden, erst in den letzten Jahren stark genug geworden, um für den Bereich Pflanzenzucht in Innenräumen interessant genug zu sein. In Gegensatz zu den anderen Lichtquellen sind hier aber riesige Sprünge in relativ kurzer Zeit gemacht worden, so dass sie mittlerweile als etabliert gelten dürfen. Sie laufen genau in dem Lichtspektrum, das die Pflanzen benötigen, erzeugen deutlich weniger Abwärme und sind noch dazu sehr langlebig.

Plasmalampen ähneln von den bisher genannten Leuchtmitteln noch am ehesten den Hochdruckleuchtmitteln. Im Prinzip wird eine kleine Lampe per Mikrowellen zum Leuchten angeregt, dies geschieht aber mit recht hoher Effizienz. Plasmalampen sind aber nach wie vor so teuer und unrentabel, dass wir sie nicht im Angebot haben.

Wie viel Licht soll ich für den Grow verwenden?

Ausgehend von den Hochdruckleuchtmitteln (NDL/MH) können wir folgende Empfehlungen bezüglich der auszuleuchtenden Fläche geben:

  • 250 Watt für 60x60cm bis 80x80cm
  • 400 Watt für 100x100cm
  • 600 Watt für 120x120cm

Zu rechteckigen und anders förmigen Gegebenheiten können wir Tipps und Lösungen gezielt erarbeiten. Sprich uns dafür doch einfach an!

Bei LEDs ist durch die hohe Effizienz entweder die ausleuchtbare Fläche größer, es kann bei gleicher Fläche Strom gespart werden oder man kann mit dem selben Verbrauch auf der selben Fläche mehr Ertrag einfahren. Achtung: Zu viel Licht schadet den Pflanzen und ist außerdem reine Energieverschwendung. In der Blütephase können Pflanzen ohne zusätzliches Co2 nicht mehr als 1000µmol verstoffwechseln. Natürlich haben wir außerdem zu jeder einzelnen Lampe gemessen, wie die jeweilige Fläche genau ausgeleuchtet wird. Die Ergebnisse unserer Messungen findest Du >hier<. Mithilfe der Daten kannst Du außerdem genau herausfinden, wie viel µmol auf Deiner Fläche realistisch ankommen und verschwendest so keine Energie.

Wir haben daraus folgende Empfehlung für den Anbau mit LEDs erarbeitet:

  • 140-200 Watt für 60x60cm bis 80x80cm
  • 200-300Watt für 100x100cm Wachstum
  • 300-400Watt für 100x100cm Blüte
  • 400-600 Watt für 120x120cm
  • ≥600 Watt für 150x150cm

Die ausleuchtbare Fläche hängt bei LEDs außerdem stark von der Bauart ab. Wenn Du irgendwelche Fragen hast, welche Lampe für Dein Growprojekt das richtige ist, dann sprich uns einfach an. 

Welche Lichtphasen kommen zu Anwendung?

In der Wachstumsphase werden Pflanzen mit 18-20h Licht pro Tag beleuchtet, gefolgt von einer 6-stündigen Dunkelphase. Die Lichtphase ist dann also 18/6 (Tag/Nacht). In der Blütephase wird es spannend: Alle Pflanzen können in Lang- und Kurztagspflanzen eingeteilt werden. Letztere brauchen zur Einleitung der Blütephase eine ununterbrochene Ruhephase von meist 12 Stunden, in der es absolut dunkel sein muss. Hier spricht man dann von 12/12 (Tag/Nacht). Zur Zucht von Kurztagspflanzen bieten sich Growzelte bzw. Räume an, da man so den Lichtzyklus genau steuern kann. Selbstverständlich kann man sich mit reflektierender Folie auch einfach selbst eine Growbox bauen. 

Wozu benötigt man einen Reflektor?

Hochdrucklampen benötigen zum Betrieb immer einen Reflektor. Dieser sorgt dafür, dass alles Licht nach unten gebündelt wird. Je hochwertiger so ein Reflektor ist, desto besser ist das Reflexionsverhalten und damit die Lichtmenge, die tatsächlich Richtung Pflanze gelenkt wird. In den Preiskategorien gibt es hier starke Unterschiede, die sich aber im längeren Betrieb durchaus lohnen können: Die günstigen Hammerschlag-Modelle sind eher für den Massenbetrieb geeignet und mit Abstand die billigste Lösung für Hallen oder Gewächshäuser. Mithilfe der durchdachten Modelle von Adjust-a-Wings wird das Licht viel besser verteilt und man hat eine höhere Lichtausbeute, weshalb sich diese auch für kleine Projekte gut eignen.

Was kommt an Kosten für den Strom auf mich zu?

Die wohl häufigste Frage die uns gestellt wird, egal ob online oder im Ladenlokal: "Wie viel Strom kostet mich ein Grow im Monat?". Auch wenn eine Pauschalisierung an dieser Stelle sehr wagemutig ist: Eine 1m² Growbox wird Dich, je nach Lampe und Phase, 40-60€ im Monat kosten. Fakt ist aber, dass dies wirklich nur ein grober Richtwert ist! Aber keine Angst, kaum etwas fließt so berechenbar wie Strom: Mit unserem Stromkostenrechner können die Kosten für Beleuchtung und Lüftung ganz genau ermittelt werden.