Luft

Frische Luft ist einer der wichtigsten Komponenten bei der Indooranzucht von Pflanzen. Eine gute Abluft bewirkt im wesentlichen drei Dinge: In erster Linie soll frische, kohlendioxidhaltige Luft an die Pflanzen herangebracht werden, denn ohne diese wachsen sie einfach nicht weiter. Außerdem wird die durch Lampen entstehende Wärme abgeführt. Die Abluft befreit mithilfe eines Aktivkohlefilters außerdem die Luft von verdächtigen Gerüchen. Wichtig ist außerdem auch eine Umluft: Diese sorgt dafür, dass die frische Luft auch in alle Ecken gelangt und sich kein Schimmel bilden kann.

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Wozu benötigt man eine Lüftung in der Growbox?

Es gibt mehrere Punkte, bei denen eine Lüftungsanlage hilft oder einen Anbau in Innenräumen erst ermöglicht:

- Luftqualität: Durch den dauerhaften Luftaustausch wird sichergestellt, dass immer genug Co2 in der Luft ist, welches die Pflanzen verstoffwechseln.

- Luftfeuchtigkeit: Ohne Abluft steigt diese oft viel zu hoch, wodurch die Gefahr für Schimmel stark zunimmt.

- Temperatur: Besonders in geschlossenen Räumen wärmt sich die Temperatur schnell auf, wenn mehrere Lampen laufen. Diese Abwärme muss aus dem Growraum hinaus befördert werden.

- Geruch: Ein Aktivkohlefilter ist beim diskreten Indoor-Anbau quasi Pflicht. Dieser funktioniert selbstverständlich nur in Zusammenarbeit mit einem passenden Abluftventilator.

Welche Größe sollte eine Lüftung für einen Growroom haben?

Bei Hochdruckleuchtmitteln wie NDL oder CMH gilt die Faustformel "Lampenleistung in Watt = Kubikmeter Luft pro Stunde" als guter Anhaltspunkt. Zwei 600W Leuchtmittel sollten also mit einer 1200m³/h Lüftungsanlage kombiniert werden. Ein paar andere Punkte spielen hier aber noch mit herein. Ist der Betrieb in einem kühlen Kellerraum geplant, darf es gerne auch ein bisschen weniger sein. Wird in einem warmen Raum (vielleicht sogar Dachboden) gearbeitet sollte nochmals ein Viertel aufgeschlagen werden, in unserem Beispiel wären das dann 1500m³/h.

Hier haben LEDs als Leuchtmittel einen großen Vorteil aus: Durch die geringere Abwärme sieht die Formel hier folgendermaßen aus: "LED-Leistung durch Drei". Eine 600W LED lässt sich also mit circa 200m³/h gut kühlen.

Als absolut untere Grenze sollte immer ein Wert gelten, der sicherstellt, dass die gesamte Luft im Zelt/Growraum pro Minute ein mal komplett ausgetauscht wird erneuert wird. Hier geht es jedoch nicht um den Abtransport von Wärme, sondern darum, dass die Pflanzen genug Frischluft und damit eben ausreichend Co2 bekommen. Ein Zelt mit 100x100x200cm fasst 2 Kubikmeter Luft. Eine Abluft mit 120m³ (2m³ x 60 Minuten) ist also in diesem Beispiel das mindeste, unabhängig von der verwendeten Lampe. Wohlgemerkt nur zur Versorgung mit Frischluft, dieser Wert ist das absolute Minimum und beachtet nicht die Abwärme der Leuchtmittel.

Wichtig ist, dass die Temperatur immer zwischen 24-28°C liegt, unabhängig davon, wie viele Lampen ihr auf welcher Fläche verwendet. Besonders bei größeren Projekten lohnt sich die Investition in eine Klimaregelung: Die Lüfter werden dann abhängig von der Temperatur gesteuert, wodurch immer der optimale Wert eingehalten wird.

Wie kriege ich die Lüftung für den Grow leise?

Wenn die Lautstärke ein Problem sein könnte, gibt es mehrere Tricks:

1. Zunächst sollte man den Schlauchdurchmesser vergrößern, beispielsweise von 100mm auf 125mm oder 150mm. Je größer der Durchmesser ist (bei der selben Luftmenge!), desto leiser ist der Luftstrom. Ein 400m³ Lüfter mit einem 150mm Anschluss ist beispielsweise immer leiser, als ein 400m³ Lüfter mit nur 100mm Anschlussdurchmesser.

2. Wenn dies nicht ausreicht, kann man spezielle, schallgedämmte Schläuche verwenden, welche die Strömungsgeräusche der Luft weiter reduzieren. Ein weiterer Vorteil: Die Schläuche isolieren die Temperatur sehr gut und wärmen die Umgebung nicht weiter auf.

3. Falls die Abluft immer noch zu laut ist, sollte man sich einen überdimensionierten Lüfter kaufen und diesen, beispielsweise mit einem Stufentrafo, runterdimmen. Beispiel: Man will 400m³ leise Abluft? 800m³ Lüfter kaufen, auf 50% dimmen und Ruhe genießen.
ACHTUNG: Dies ist nicht mit allen Lüftern möglich! Im Zweifel einfach kurz nachfragen.

4. Zu guter Letzt gibt es natürlich die Möglichkeit, speziell schallisolierte Lüfter zu kaufen. Auch eine Investition in einen deutlich sparsameren und leiseren EC-Lüfter kann durchaus sinnvoll sein. Auch wenn diese etwas mehr kosten: Durch den gesparten Strom (Die Abluft läuft 24/7...) rechnet sich diese oft schon nach wenigen Durchgängen.

Wie einfach ist eine Lüftung aufzubauen?

Einige Lüfter sind bereits vor verkabelt, andere müssen mit dem in jedem Fall mitgelieferten Stromkabel versehen werden. Als Verbindung zwischen den Lüftungskomponenten dient normalerweise Lüftungsschlauch, welcher mit einer Zange und Schere auf die gewünschte Länge gekürzt werden kann. Der Schlauch wird über die Flansche am Ventilator und Filter gezogen und dort mit jeweils einer Schlauchschelle fixiert, wozu ein Schraubendreher benötigt wird. Mit anderen Worten: Es ist super einfach und kann ohne Probleme von einer einzelnen Person durchgeführt werden. Viele Zelte bieten bereits im Lieferumfang Spannbänder als Aufhängungsmöglichkeit für Ventilatoren und Filter, in unserer Kategorie Lichtaufhängung befinden sich noch weiter Möglichkeiten.

Ist zusätzliches Co2 im Growroom sinnvoll?

Die Zugabe von Co2 kann eindeutig sinnvoll sein, muss jedoch präzise auf mehrere Faktoren abgestimmt werden. Grundlegend lässt sich sagen, dass sich Co2 eigentlich nur in geschlossenen Räumen (also ohne Abluft!) lohnt, in denen die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Lichtintensität vollautomatisiert geregelt werden.

Wenn dies der Fall ist, kann mit der Zugabe von zusätzlichem Co2 die gesamte Photosynthese unterstützt werden, wodurch die Pflanzen deutlich (Quellen sprechen von bis zu 30%!) mehr Ertrag liefern. Hierfür wird aber dann auch deutlich mehr Licht und Temperatur benötigt: Während normale Pflanzen bei 28°C und 1000µmol/m²/s genug haben, kann man durch die Zugabe von Co2 deren Stoffwechsel pushen: Bei einem ppm-Wert von 1200-1500 (normal sind 350-450ppm) können die Pflanzen auch locker Temperaturen bis 35°C und eine Lichtintensität von bis zu 1200µmol/m²/s aushalten. Der starke Nährstoffbedarf, die erhöhte Gefahr für Schädlinge und Pflanzenkrankheiten sowie die Gefahr durch Schimmel, da alles viel zu dicht und buschig wächst, machen Co2 aber nach wie vor nur zu einer Option für absolute Vollprofis.